Ausschreibungen 

Ausschreibung zum Thema:

Geisterhäuser

und andere verlassene Gebäude

Einsendeschluss: 30. September 2021 In Anlehnung an unsere Anthologie “Mysteriöse Orte” suchen wir in den nächsten Monaten mysteriöse bis gruselige Geschichten über Geisterhäuser (vgl. Geisterstädte - siehe unsere Anthologie “Verfluchte Städte”). Es gibt sie in fast jedem Ort: alte, schon lange leer stehende Häuser - verfallen, abbruchreif, die Fassade bröckelt, die Fenster sind blind oder gar gesplittert … Niemand wagt sich seit Jahren hinein. Doch warum stehen diese Häuser leer? Welche Geschichten erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand darüber? Weshalb gelten sie als Geisterhäuser? Treiben dort wirklich Geister ihr Unwesen? Oder ist etwas ganz anderes schuld daran, dass diese Gebäude keiner betritt? Welche Legenden ranken sich um diese verlassenen Häuser? Egal, ob es sich um Ein- oder Mehrfamilienhäuser, um einzelne Wohnungen in Mietblöcken handelt, ob auf dem Land oder in der Stadt … Seien es Villen, Schlösser, Burgen, vielleicht sogar Gartenhäuser, Ställe, Schuppen … Ja, ihr ahnt sicher schon, worauf es hinausläuft: Es sollen wieder zwei Bände werden. Lasst eurer Fantasie also freien Lauf. Macht die Storys mysteriös, gruselig, aber bitte nicht zu blutig.  Wir freuen uns schon auf eure spannenden Ideen.

Eine kleine Anregung gefällig?

(Auszug aus “Ein folgenschwerer Deal” von Bettina Ickelsheimer-Förster, erschienen in der Anthologie “Shadodex - Fantasy und Mystery”) Die massive, zum Teil beschädigte Haustür knallte in das vor Wochen bereits geknackte Schloss. Zu laut! Verdammt! Andy verzog das Gesicht. Reflexartig hob er die Schultern und zog den Kopf ein. Mit geschlossenen Augen verharrte er, starr und die Luft anhaltend, für einige Sekunden. »Da lang!«, vernahm er die gehässige Stimme des Anführers seiner Verfolger. »Er ist gerade um die Ecke gebogen.« Angespannt lauschte Andy den sich schnell entfernenden Schritten. Dieser Mistkerl! Er hatte das Krachen der Tür doch nicht vernommen und verwechselte ihn – zum Glück – mit jemand anderem. Es würde aber nicht lange dauern, bis er und seine beiden Mitläufer ihren Irrtum bemerkten. Dann würden sie zurückkommen! Und ihn hier finden! Hier in diesem unscheinbaren Haus am Ortsrand. Dem Haus, das Menschen verschluckte! Andy erinnerte sich gut an seinen besten Freund aus Kindertagen. Michi hatte hier mit seinen Eltern, seinem älteren Bruder und einem verschrobenen Onkel, der nur ein paar Wochen vor Michis plötzlichem Verschwinden eingezogen war, gewohnt. Andy wusste noch, dass er Angst vor diesem Mann gehabt hatte. Dass er ihm unheimlich gewesen war und wie ungern er seinen Freund nach diesem Einzug besucht hatte. Immer wieder hatte er versucht, Michi zu sich zu locken, mit der Ausrede, dass in seinem Elternhaus und auch im Garten viel mehr Platz wäre. Die Taktik hatte prima funktioniert. Bis zu Michis siebten Geburtstag. Jenem schicksalhaften Geburtstag, der tragisch enden sollte. Nahezu elf Jahre war es her. Aber noch immer überfiel Andy ein unangenehm kalter Schauder, wenn er an dieses Ereignis zurückdachte. Das schreckliche Ereignis, das den fröhlichen Geburtstag abrupt beendete. Bis heute konnte sich niemand erklären, was damals passiert war. Es gab keine Spuren. Michi war einfach – aus heiterem Himmel – verschwunden. Weg! Vom Erdboden verschluckt! Oder vom Haus, wie es nach den folgenden Ereignissen hieß, als sein Bruder ebenfalls urplötzlich verschwand und kurze Zeit später auch seine Eltern. Einzig der seltsame Onkel blieb zurück. Der Mann, um den Andy stets versucht hatte, einen Bogen zu machen. Und der nur wenig später in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde. Andy erinnerte sich gut daran. Seine Mutter, die in der Klinik arbeitete, erzählte, der Mann würde ständig von einem nicht eingelösten Versprechen reden. Er hätte ihnen doch gegeben, was sie wollten. Warum hielten sie sich jetzt nicht an die Abmachung? Wer sie waren und um welche Abmachung es sich handelte, blieb ein Rätsel. Niemand wusste, wovon der Mann gesprochen hatte. Im Laufe der Jahre war sein wirres Gerede in Vergessenheit geraten. Auch Andy hatte nicht mehr daran gedacht. Bis die Clique, die ihn gerade verfolgte, vor ein paar Wochen das Schloss des seitdem leer stehenden Gebäudes aufgebrochen hatte, um eine Nacht im Menschenschlucker-Haus, wie es seit den Vorfällen hieß, zu verbringen. Diese kleine Clique. Diese drei megacoolen Jungs, die das Haus in jener Nacht leider nicht verschluckte! Sie hatten nichts Besseres zu tun, als ihn zu mobben, ihn herumzuschubsen, ihn zu schikanieren und sogar zu attackieren. Beim letzten Mal war er gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. »Er ist bestimmt im Menschenschlucker-Haus!« Da war sie wieder. Die Stimme, die ihn schon im Traum verfolgte. Sie hatten also erkannt, dass sie dem Falschen gefolgt waren.

Bedingungen

(allgemein)

Kurzgeschichten

Genre: Mystery und dunkle Phantastik Zeichenzahl: zwischen ca 25.000 und ca 100.000 inkl. Leerzeichen Text: unveröffentlicht, die Rechte müssen bei den AutorInnen liegen Sonstiges: keine Kosten für die AutorInnen, alle in die Anthologie aufgenommenen AutorInnen erhalten ein Belegexemplar und anteilsmäßig Honorar Einzusenden als Textdokument (.docx, .doc, .rtf, .odt) an: shadodex@verlag-der-schatten.de  Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Kurzgeschichten - außer zur jeweils ausgeschriebenen Anthologie - mehr annehmen. Vielen Dank. Romane Genre: Mystery und dunkle Phantastik Zeichenzahl: offen Text: unveröffentlicht, die Rechte müssen bei den AutorInnen liegen Sonstiges: keine Kosten, Autorenhonorar  Einzusenden als Textdokument (.docx, .doc, .rtf, .odt) an: shadodex@verlag-der-schatten.de Was genau wir suchen und was nicht, könnt ihr in den FAQ nachlesen.                 
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Geisterhäuser

und andere verlassene

Gebäude

Einsendeschluss: 30. September 2021 In Anlehnung an unsere Anthologie “Mysteriöse Orte”  suchen wir in den nächsten Monaten mysteriöse bis gruselige Geschichten über Geisterhäuser (vgl. Geisterstädte - siehe unsere Anthologie “Verfluchte Städte”). Es gibt sie in fast jedem Ort: alte, schon lange leer stehende Häuser - verfallen, abbruchreif, die Fassade bröckelt, die Fenster sind blind oder gar gesplittert … Niemand wagt sich seit Jahren hinein. Doch warum stehen diese Häuser leer? Welche Geschichten erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand darüber? Weshalb gelten sie als Geisterhäuser? Treiben dort wirklich Geister ihr Unwesen? Oder ist etwas ganz anderes schuld daran, dass diese Gebäude keiner betritt? Welche Legenden ranken sich um diese verlassenen Häuser? Egal, ob es sich um Ein- oder Mehrfamilienhäuser, um einzelne Wohnungen in Mietblöcken handelt, ob auf dem Land oder in der Stadt … Seien es Villen, Schlösser, Burgen, vielleicht sogar Gartenhäuser, Ställe, Schuppen … Ja, ihr ahnt sicher schon, worauf es hinausläuft: Es sollen wieder zwei Bände werden. Lasst eurer Fantasie also freien Lauf. Macht die Storys mysteriös, gruselig, aber bitte nicht zu blutig.  Wir freuen uns schon auf eure spannenden Ideen.

Eine kleine Anregung

gefällig?

(Auszug aus “Ein folgenschwerer Deal” von Bettina Ickelsheimer- Förster, erschienen in der Anthologie “Shadodex - Fantasy und Mystery”) Die massive, zum Teil beschädigte Haustür knallte in das vor Wochen bereits geknackte Schloss. Zu laut! Verdammt! Andy verzog das Gesicht. Reflexartig hob er die Schultern und zog den Kopf ein. Mit geschlossenen Augen verharrte er, starr und die Luft anhaltend, für einige Sekunden. »Da lang!«, vernahm er die gehässige Stimme des Anführers seiner Verfolger. »Er ist gerade um die Ecke gebogen.« Angespannt lauschte Andy den sich schnell entfernenden Schritten. Dieser Mistkerl! Er hatte das Krachen der Tür doch nicht vernommen und verwechselte ihn – zum Glück – mit jemand anderem. Es würde aber nicht lange dauern, bis er und seine beiden Mitläufer ihren Irrtum bemerkten. Dann würden sie zurückkommen! Und ihn hier finden! Hier in diesem unscheinbaren Haus am Ortsrand. Dem Haus, das Menschen verschluckte! Andy erinnerte sich gut an seinen besten Freund aus Kindertagen. Michi hatte hier mit seinen Eltern, seinem älteren Bruder und einem verschrobenen Onkel, der nur ein paar Wochen vor Michis plötzlichem Verschwinden eingezogen war, gewohnt. Andy wusste noch, dass er Angst vor diesem Mann gehabt hatte. Dass er ihm unheimlich gewesen war und wie ungern er seinen Freund nach diesem Einzug besucht hatte. Immer wieder hatte er versucht, Michi zu sich zu locken, mit der Ausrede, dass in seinem Elternhaus und auch im Garten viel mehr Platz wäre. Die Taktik hatte prima funktioniert. Bis zu Michis siebten Geburtstag. Jenem schicksalhaften Geburtstag, der tragisch enden sollte. Nahezu elf Jahre war es her. Aber noch immer überfiel Andy ein unangenehm kalter Schauder, wenn er an dieses Ereignis zurückdachte. Das schreckliche Ereignis, das den fröhlichen Geburtstag abrupt beendete. Bis heute konnte sich niemand erklären, was damals passiert war. Es gab keine Spuren. Michi war einfach – aus heiterem Himmel – verschwunden. Weg! Vom Erdboden verschluckt! Oder vom Haus, wie es nach den folgenden Ereignissen hieß, als sein Bruder ebenfalls urplötzlich verschwand und kurze Zeit später auch seine Eltern. Einzig der seltsame Onkel blieb zurück. Der Mann, um den Andy stets versucht hatte, einen Bogen zu machen. Und der nur wenig später in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde. Andy erinnerte sich gut daran. Seine Mutter, die in der Klinik arbeitete, erzählte, der Mann würde ständig von einem nicht eingelösten Versprechen reden. Er hätte ihnen doch gegeben, was sie wollten. Warum hielten sie sich jetzt nicht an die Abmachung? Wer sie waren und um welche Abmachung es sich handelte, blieb ein Rätsel. Niemand wusste, wovon der Mann gesprochen hatte. Im Laufe der Jahre war sein wirres Gerede in Vergessenheit geraten. Auch Andy hatte nicht mehr daran gedacht. Bis die Clique, die ihn gerade verfolgte, vor ein paar Wochen das Schloss des seitdem leer stehenden Gebäudes aufgebrochen hatte, um eine Nacht im Menschenschlucker-Haus, wie es seit den Vorfällen hieß, zu verbringen. Diese kleine Clique. Diese drei megacoolen Jungs, die das Haus in jener Nacht leider nicht verschluckte! Sie hatten nichts Besseres zu tun, als ihn zu mobben, ihn herumzuschubsen, ihn zu schikanieren und sogar zu attackieren. Beim letzten Mal war er gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. »Er ist bestimmt im Menschenschlucker-Haus!« Da war sie wieder. Die Stimme, die ihn schon im Traum verfolgte. Sie hatten also erkannt, dass sie dem Falschen gefolgt waren.

Bedingungen

(allgemein)

Kurzgeschichten

Genre: Mystery und dunkle Phantastik Zeichenzahl: zwischen ca 25.000 und ca 100.000 inkl. Leerzeichen Text: unveröffentlicht, die Rechte müssen bei den AutorInnen liegen Sonstiges: keine Kosten für die AutorInnen, alle in die Anthologie aufgenommenen AutorInnen erhalten ein Belegexemplar und anteilsmäßig Honorar Einzusenden als Textdokument (.docx, .doc, .rtf, .odt) an: shadodex@verlag-der-schatten.de  Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Kurzgeschichten - außer zur jeweils ausgeschriebenen Anthologie - mehr annehmen. Vielen Dank. Romane Genre: Mystery und dunkle Phantastik Zeichenzahl: offen Text: unveröffentlicht, die Rechte müssen bei den AutorInnen liegen Sonstiges: keine Kosten, Autorenhonorar  Einzusenden als Textdokument (.docx, .doc, .rtf, .odt) an: shadodex@verlag-der-schatten.de Was genau wir suchen und was nicht, könnt ihr in den FAQ nachlesen.                 
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Genre: Mystery und dunkle Phantastik Zeichenzahl: zwischen ca 25.000 und ca 100.000 inkl. Leerzeichen Text: unveröffentlicht, die Rechte müssen bei den AutorInnen liegen Sonstiges: keine Kosten für die AutorInnen, alle in die Anthologie aufgenommenen AutorInnen erhalten ein Belegexemplar und anteilsmäßig Honorar  Einzusenden als Textdokument (.docx, .doc, .rtf, .odt) an: shadodex@verlag-der-schatten.de